🏝 Nordseereise 2020 sechster Tag

Simon Fischer am 10.09.2020

Es geht los

Es geht losEs geht los
Auf gehts zur letzten Etappe der Hinreise an die Nordsee. Ich bin schon total aufgeregt. Die Fahrt wird recht entspannt heute. Ein großen Teil geht es an der Ems entlang und es gibt keine steilen Abschnitte.

Kleines Päuschen

MittagessenMittagessen
Recht früh gab es heute Mittagessen. Außnahmsweise gab es mal eine von den Fertigpackungen vom Decathlon: Nudeln mit Bolognese. War sehr lecker. Nach einer kuzen Verdauungspause ging es dann gemütlich weiter.
Kleiner SnackKleiner Snack
Irgendwo entlang der Ems gab es dann einen kleinen Snack zwischendurch. Ich hab es mir gemütlich gemacht und ein bisschen Müsli gegessen. Dann hab ich mir auch gleich noch die Fahrkarte für die Fähre als Handyticket gekauft. Dann hab ich am Hafen keinen Stress.

Vorfreude

Die Aufregung stieg, ebenso wie die Vorfreude. Ich war nicht mehr weit vom Meer weg. Das Wetter heute war wundervoll, strahlender Sonnenschein mit ein paar kleineren Wölkchen zwischendurch.

AusgeschildertAusgeschildert
Und da war das Schild. Da stand “Norderney” drauf. Meine Vorfreude wurde immer größer, ich hab schon ständig gegrinst. Es waren “nur” noch 30 km. Verglichen mit den 600 km, die ich schon gefahren bin eine kleinigkeit.

Dann war da das Ortschild für den Ort in dem der Hafen ist. Dachte ich zumindest zuerst. Aber der Hafen ist nicht in “Norden” sondern in “Norddeich”. Aber ich hab mich trotzdem gefreut Norden erreicht zu haben. Ein wenig kurios fand ich dann doch die Ausschilderung von “Norden Süd”.

Ich habe es geschafft!

NordseeNordsee
Und dann war es soweit. Mir wurde bewusst, die Straße auf der ich gerade unterwegs war endete in ein paar hundert Metern um die Kurve. Da ist der Hafen. Und das Meer. Ich hatte schon ein bis zwei Tränen in den Augen als ich das Mehr sah und die erste Seemöve kreischen hörte. Ziemlich viele Grenzen habe ich hinter mir gelassen. Sowohl physisch als auch psychisch. Zwischendurch habe ich Momente gehabt, in denen ich nicht mehr an diesen Moment geglaubt habe. Aber ich habe weitergekämpft. Und es hat sich gelohnt. Bis zur Abfahrt der Fähre ging es noch ein bisschen. Also hab ich mich noch ein bisschen entspannt, bin am Ufer gestanden und hab auf das Meer geschaut. Als wir dann auf die Fähre durften war ich total glücklich.

Die Fähre war die Frisa IV, eine recht große Fähre. Die Fahrt dauerte ungefähr 40 Minuten und verlief recht ruhig. Ich hab mich auf das obere Deck vorne an das Geländer gestellt und hab die Fahrt genossen. An meinem Fahrrad, das ich im Blick hatte, standen immer wieder neugierige Leute. Man sieht sowas wohl nicht so oft hier. Auf der Insel angekommen bin ich gleich zum Campingplatz und hab mein Zelt aufgestellt. Jetzt liege ich hier beim Tippen und der im Zelt nebenan schnarcht den ganzen Campingplatz in Grund und Boden. Zum Glück hab ich meine Ohrstöpsel mitgenommen.

Morgen werde ich mich erstmal ausruhen und entspannen. Und ein bisschen was zum Essen kaufen. Ich gönn mir morgen auch mal was und geh fett Essen. So einheimische Gerichte sind leider nicht so meins, aber ich finde hier bestimmt auch einen Italiener.

Dann sag ich mal gute Nacht und bis bald. Vielleicht schreibe ich morgen auch ein paar Zeilen, wenn nicht dann übermorgen.